Gesellschaftswerkstatt

Wie die Welt und das Zusammenleben von morgen ausehen könnte oder sollte – das diskutieren und reflektieren wir in der “Gesellschaftswerkstatt”. Wir bilden uns zu unterschiedlichen Themen weiter, um gesellschaftlichen Wandel nicht nur geschehen zu lassen, sondern mitzugestalten.

In der “Gesellschaftswerkstatt” schmieden wir Ideen und Wege für eine individuelle und gesellschaftliche Lebensweise, die für alle Menschen einen Platz lässt. Wir analysieren gesellschaftliche Dynamiken und Probleme, loten Ansatzpunkte für einen sinnvollen Aktivismus aus (Gesetzesänderungen, Kulturwandel etc.), denken über Wechselwirkungen und Abhängkeiten verschiedener Ebenen nach (Staat, Kultur etc.) oder setzen uns mit ethischen Fragen nach einem würdevollen Leben auseinander.

Kurzum: In der Gesellschaftswerkstatt bilden wir uns weiter und tauschen uns aus, um die gesellschaftlichen Herausforderungen mitgestalten zu können.

Gesellschaftswerkstatt 2014

Vom 7. – 9. November 2014 fand der die Gesellschaftswerkstatt in Bamberg statt. „Was ist das gute Leben? Inwiefern wird jeder einzelne daran gehindert glücklich zu sein aufgrund der komplexen weltlichen Zusammenhänge und der Zerstörung der Welt? Was würdest du tun, wenn Geld keine Rolle spielt?“ Mit diesen und vielen weiteren Fragen wurde am Freitag in den Workshop gestartet.
Die 18 Teilnehmenden hatten die Gelegenheit sich langsam kennenzulernen und starteten in die ersten Diskussionen. Am Samstag wurden auf Grundlage einer sehr anschaulichen Präsentation die psychologischen Hintergründe unseres Konsums beleuchtet. Die verschiedenen Theorien führten zu angeregten Diskussionen und zum Nachdenken. Im Anschluss wurde auf Grundlage des Booklets der Alternativen in Kleingruppen die Einträge diskutiert und auf Plakaten aufbereitet. Am Sonntag konnten alle Themen im Plenum vorgestellt und nochmals diskutiert werden. Den Abschluss machte eine Speeddating in dem jede*r nochmal mit dem jeweiligen Gegenüber das Wochenende Revue passieren lassen konnte. Die Teilnehmenden wurden stets gut verköstigt und eine Kooperation mit Lebensmittel Retten, führte zu keinerlei Versorgungsengpässen. Der Workshop wurde insgesamt gut angenommen und es existiert ein Leitfaden für weitere  Gesellschaftswerkstätten.

Gesellschaftswerkstatt 2016

Im September 2016 fand die zweite Gesellschaftswerkstatt in Bamberg statt. Der Fokus lag diesmal nicht im Mikrobereich des individuellen Konsum- und Lebensstils, sondern auf dem „Wie?“ des gesellschaftlichen Wandels auf der Meso- und Makro-Ebene. Wir sind als  Engagierte oft damit konfrontiert, dass wir viel in unsere  Projekte investieren, es aber selten gelingt die Probleme an der Wurzel  anzupacken. Wie kann gesellschaftlicher Wandel also gelingen und welche Rolle können wir dabei spielen? In dieser Gesellschaftswerkstatt haben wir zunächst Systeme und ihre Dynamiken besser verstehen gelernt. Wir haben aufgezeigt, welche verschiedenen Ansatzpunkte (Gesetzesänderungen, Kulturwandel etc.) es gibt um gesellschaftliche Veränderungen anzustoßen und auf welchen Ebenen diese wirken. Ein Schwerpunkt lag auf der Frage, wie Wandel zustande kommt, d.h. welche Akteure dabei welche Rolle spielen. Ziel dieser Themen war es, anhand der erarbeiteten Inhalte  anschließend bewerten zu können, ob Projekte (oder die je eigene Organisation) einen wertvollen Beitrag zur gesellschaftlichen Transformation leisten und wie man diesen Beitrag verbessern kann.

Als Grundlage des 2,5-tägigen Wochenendworkshops wurde die Publikation „Re-imagining Activism – A practical guide to the great transition“ des CSO-Labs  verwendet. Der Workshop fand in der ESG Bamberg statt. Am ersten Tag gab es eine Einführung in das Themengebiet sowie eine Darstellung der aktuellen globalen Krisen. Am zweiten Tag wurden Grundlagen erarbeitet und erste Fallbeispiele diskutiert. Am letzten Tag erfolgte die Analyse von Change Projekten.

Projektpartner

foodsharing:
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Infomaterial

“Re-imagining Activism – A practical guide to the great transition” des CSO-Labs:
Publikation →

Links

Smart CSO Lab:
Website →

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