Menschenrechtswoche der Universität Bamberg

Zeitgleich zum 70. Jahrestag der Verabschiedung der UN-Menschenrechtsdeklaration fand an der Universität Bamberg die zweite Menschenrechtswoche statt. Wir waren mit drei Filmvorführungen beteiligt, die das Thema Menschenrechte von unterschiedlichen Seiten beleuchteten.

Vom 3. Bis zum 10. Dezember fand, initiiert von der Fachschaft SoWi und dem Referat für Antifaschismus und Antirassismus der Uni Bamberg, in Kooperation mit einigen Hochschulgruppen und Vereinen aus Bamberg zum zweiten Mal die Menschenrechtswoche statt. Die Spenden der Veranstaltungen kamen dem Weißen Ring e.V. Bamberg zugute. Wir waren mit drei Filmvorführungen beteiligt, die das Thema Menschenrechte von unterschiedlichen Seiten beleuchteten.

Am 4.12. zeigten wir den Dokumentarfilm „HUMAN“ von Yann Arthus-Bertrand mit einer kurzen Einführung. Die Veranstaltung sollte die Besucher emotional und geistig anregen und auffordern über die Frage nachzusinnen, was es heißt Mensch zu sein. Gleichzeitig sollte Toleranz für die Andersartigkeit von Menschen gefördert werden und zugleich das Verständnis, dass dies den Schutz der Pluralität erforderlich macht. Die Veranstaltung sollte aufzeigen, dass Menschsein mit unveräußerlichen Rechten verbunden ist. Die Besucher*innen sollten auf sich selbst zurückgeworfen werden, ihrer Verantwortung als Mensch gegenüber sich selbst und der Gesellschaft nachzukommen.

Der Film #willkommen ist in Bamberg zusammen mit einigen Geflüchteten entstanden und porträtiert ihre zwiespältige Lage zwischen eigener Ohnmacht und fremden Erwartungen. In einer fiktiven TV-Show kämpfen die Geflüchteten in mehreren Kategorien gegen eine Abschiebung. Wer bleibt und wer fliegt? Im Anschluss an die Filmvorführung am 5.12. gab es eine lange und intensive Diskussion mit den Filmbeteiligten.Für die Vorführung des Films „Das Kongo-Tribunal“ des Schweizer Filmemachers Milo Rau am 6.12. konnten wir Jannik Wittich, einen Studentder Soziologie und Ethnologie mit Schwerpunkt Afrikader Universität Bayreuth gewinnen, der vorab eine thematische Einführung in die Entwicklung der komplexen Konflikte und Kriege im Kongo gab. Außerdem wurden vor Beginn des Films verschieden Fragen und Statements von den Zuschauer*innen vorgelesen um verschiedene Betrachtungsweisen auf den Film von Anfang an offen zu legen.

Die Verbrechen des Krieges wurden juristisch nie verfolgt. Der Film handelt von einem von dem Regisseur initiierten fiktiven Tribunal, dass Opfer, Täter und Analytiker im Ostkongo versammelt und erstmals drei Fälle des Krieges exemplarisch verhandelt. Neben Menschenrechtsverletzungen geht es auch umden Umgang mit Ressourcen, da im Kongo die wichtigsten Vorkommen vieler High-Tech-Rohstoffe liegen. Nach dem Film bestand Interesse an einer Diskussion, weshalb wir auch im Anschluss noch etwas beisammensaßen und Fragen zum Konflikt, sowie Gedanken zum Film teilten.

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